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Institut für Mehrphasenströmungen

Sehr geehrte Besucher,

Foto von M. Schlueter

herzlich willkommen auf den Internetseiten des Instituts für Mehrphasenströmungen der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Wir möchten Ihnen auf diesen Internetseiten einen Einblick in die aktuellen Forschungsergebnisse sowie unser Dienstleistungsangebot in Forschung und Lehre bieten. Zudem laden wir Sie zu einer spannenden Reise über mehrere Größenskalen in die Welt der Mehrphasenströmungen ein, in der Stoffe ausgetauscht und für chemische und biologische Prozesse nutzbar gemacht werden.

Mehrphasenströmungen sind Flüssigkeiten oder Gase in denen sich Blasen, Tropfen oder feste Partikel bewegen und kompliziert miteinander wechselwirken. In Öl- und Gaspipelines, Verbrennungsprozessen, Solarkollektoren, Biogasanlagen, bei der Trinkwassergewinnung, Lebensmittelverarbeitung oder auch im Blutkreislauf - Mehrphasenströmungen bestimmen viele Prozesse unseres Lebens.

Aufgrund der komplizierten Zusammenhänge beim Wärme- und Stoffaustausch können Mehrphasenströmungen bisher jedoch nur unzureichend genutzt werden. Um den heutigen Anforderungen an ressourcenschonende und nachhaltige Prozesse gerecht zu werden und die neuen Möglichkeiten der Nano- und Biotechnologie nutzbar zu machen, ist die Beherrschung von Mehrphasenströmungen auf unterschiedlichen Größenskalen unabdingbar.

Das Institut für Mehrphasenströmungen widmet sich gezielt den skalenübergreifenden Transportprozessen durch experimentelle Untersuchungen, Modellierungen und die numerische Strömungssimulation. Da die gewonnenen Erkenntnisse für biotechnologische wie chemische Prozesse gleichermaßen nutzbar sind, bieten sie eine wichtige Basis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und helfen bei der Entwicklung neuartiger Verfahren, Prozesse und Produkte für eine nachhaltig wirtschaftende Industriegesellschaft.


Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter
Ihr Michael Schlüter

TUHH Forschungsschwerpunkte

Willkommen

News

Anmeldung für den Projektierungskurs 2012

Der Projektierungskurs wird in diesem Jahr vom Institut für Mehrphasenströmung organisiert. Dieser findet vom 05.03.-23.03.2012 statt, eine Anmeldung ist ab sofort unter Stud.IP möglich.

Neues internationales Kooperationsprojekt im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010

Am 05. und 06.01.2012 findet das Kick-off-Meeting für das von der "Gulf of Mexico Research Initiative" (GRI) bewilligte Projekt "Center of Integraded Modeling and Analysis of Gulf Ecosystems" (C-IMAGE) in Tampa/Florida statt. Das Kooperationsprojekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Mehrphasenströmungen und dem Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik und dem Institut für Technische Biokatalyse der Technischen Universität Hamburg Harburg sowie verschiedenen internationalen Forschungseinrichtungen durchgeführt.

 

Das Institut für Mehrphasenströmungen wünscht ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr!

Das Institut für Mehrphasenströmungen wünscht ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr!

 

Neues BMBF Verbundprojekt zur Optimierung von Mehrphasenströmumgen für chemische Prozesse

Zum 1.11.2011 wurde vom BMBF das Projekt

Chemische Prozesse – Verbundprojekt: Multiskalenmodellierung von Mehrphasenreaktoren (Multi-Phase) (FKZ: 01RC1102)

am Institut für Mehrphasenströmung in enger Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, KMU’s und Industrieunternehmen bewilligt. Pressebericht

 

Das IMS ist am 24.11.2011 mit einem Vortrag auf dem "6th International Berlin Workshop (IBW6) on Transport Phenomena With Moving Boundaries" vertreten

 

Das Institut für Mehrphasenströmungen (IMS) ist auf dem Workshop 6th International Berlin Workshop (IBW6) on Transport Phenomena With Moving Boundaries am 24.11.2011 mit einem Vortrag mit dem Titel "Experimental Investigation of Oxygen Mass Transfer at Free Rising Gas Bubbles in a Reactive Liquid" vertreten. Autoren: M. Schlüter, U.-D. Kück

TUHH Pressemitteilungen

Stadtentwicklung und Kultur: Hamburgs Kultursenatorin spricht an der TU Hamburg-Harburg

Hamburgs Kultursenatorin Professor Barbara Kisseler spricht am kommenden Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH). Der Titel ihres Vortrages im Audimax II: „Stadtentwicklung und Kultur – zusammendenken, was zusammengehört“.

Im Mittelpunkt steht die Rolle der Kultur in der Stadtentwicklung. Die Kultursenatorin zeigt, dass Kultur heute längst zu einem Motor der Stadtentwicklung geworden ist. Die zunehmende Bedeutung der Kreativwirtschaft und der internationale Wettbewerb der Metropolen um die kreativsten Köpfe macht eine Kultur der Offenheit zur Voraussetzung für eine zukunftsfähige Stadt. Hamburg stellt sich diesem Wettbewerb mit einem vielfältigen Kulturangebot, dem Bau der Elbphilharmonie, aber auch der ständigen Suche nach Räumen für Kreative, wie im Gängeviertel und im Oberhafen. Die Senatorin zeigt auf, wie Kultur und Stadtentwicklung künftig zusammengedacht werden müssen, damit Hamburg eine lebendige Metropole bleibt.

Es ist der erste Besuch der Kultursenatorin an Hamburgs Technischer Universität. Dort forschen seit 2005 Nachwuchswissenschaftler an den Schnittstellen von Technik und Kultur im Graduiertenkolleg „Kunst und Technik“. Ihr Ziel ist es, ingenieur -und geisteswissenschaftliche Forschungsgebiete – speziell die Bedeutung von Material und Form in Kunst und Technik – durch übergeordnete Fragestellungen zusammenzuführen.

Seit 2009 sorgt außerdem die Kunstinitiative an der TUHH für mehr Kunst auf dem Campus und lädt regelmäßig auch die Öffentlichkeit zu entsprechenden Veranstaltungen ein. So bildet der Vortrag der Kultursenatorin den Abschluss der Ringvorlesung „Vom Nützlichen und Schönen – Begegnungen von Technik und Kunst“. In dieser öffentlichen Vortragsreihe sprachen seit vergangenem Oktober Professor Michael Hutter über „Innovation und Kultur“, Professor Christine Nickl-Weller über moderne Krankenhaus-Architektur aus ganzheitlicher Sicht, Peter-Michael Gaede über moderne Bildersprache in den Medien und Professor Peter Weibel im Kontext einer Ausstellung in der Sammlung Falckenberg in den Phoenixhallen über „Wissen visualisieren“.

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

Bild:

Kultursenatorin Professor Barbara Kisseler
Foto: Kulturbehörde / Michael Zapf

TU-Präsident Antranikian eröffnet Laser Zentrum Nord

Licht, das schneidet und schweißt, bohrt und beschichtet, revolutioniert die industrielle Produktion, die um ein Vielfaches schneller, dadurch preiswerter und obendrein energiesparender wird. Voraussetzung für den Einsatz der Lasertechnologie in Unternehmen ist jedoch das Know-how. Im Laser Zentrum Nord (LZN) in Hamburg-Bergedorf stellt die TUHH mit Professor Claus Emmelmann und seinem Team ihr Forschungs-und Entwicklungs-Know-how auf diesem Gebiet der Hochtechnologie der Wirtschaft zur Verfügung. Das LZN ist am 25. Oktober offiziell von Hamburgs Wissenschaftssenator Frank Horch sowie TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian eingeweiht worden. „Ich freue mich, dass der Gründungsgedanke der TU, die Förderung des regionalen Mittelstandes, mit der Einrichtung des Laser Zentrum Nord gelebt wird“, sagt TUHH-Präsident Antranikian. Die TU trage als Motor des LZN beispielgebend zur Beschleunigung des Wissenstransfers aus der Forschung in die Praxis bei.

Das mit 13 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II sowie 9 Millionen Euro aus der Wirtschaft, darunter 2 Millionen von der Körber AG, finanzierte LZN ist Ausdruck der Politik des Senats, Hamburg zu einer Metropole für Innovationen zu entwickeln. „Die Erfahrung zeigt, dass die räumliche Nähe von Wissenschaft und Wirtschaft die Innovationskraft eines Standortes erheblich fördern kann. Wir wollen deshalb gezielt nach Standorten suchen, die für die Entwicklung von solchen Innovationszentren geeignet sind. Auch das Laser Zentrum Nord könnte einen solchen Anker für die Ansiedlung von Unternehmen in seinem Umfeld bilden, die das vorhandene Know-how und die Infrastruktur nutzen möchten,“ sagt Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. Das LZN sei ein hervorragendes Beispiel dafür, Unternehmen in die Lage zu versetzen, Innovationen durchführen zu können. Damit werde eine Brücke geschlagen von wissenschaftlichen Erkenntnissen hin zur Anwendung in der Wirtschaft. Das führe zu Vorteilen im weltweiten Wettbewerb für die Unternehmen. Die Brücke für diesen erfolgreichen Technologietransfer schlägt die TUTech Innovation GmbH.

„Der Laser hat die Produktionstechnik verändert. Deutschland gehört in der Laserforschung zu den weltweit führenden Ländern. Andere Laserzentren in Deutschland sind eher forschungsorientiert, wir dagegen werden stark anwendungsorientiert sein“, sagt Professor Claus Emmelmann, CEO-Geschäftsführer der GmbH und Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik an der TUHH. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Ziel marktreifer Entwicklungen von hochwertigen Produkten, Dienstleistungen, Methoden und Prozessen ist ein wichtiger Baustein, um Hamburg im europäischen Vergleich eine Spitzenposition bei Einkommen und Beschäftigung gut aufzustellen. Sie soll vor allem in den zukunftsweisenden Branchen und Clustern der Stadt beispielsweise der Medizintechnik, im Schiffs-und Flugzeugbau eingesetzt werden. Aber auch im Werkzeugbau kann die Lasertechnologie anstelle herkömmlicher Verfahren wie zum Beispiel das verbreitete Verspanen die Produktion preiswerter machen. Im LZN reicht der Transfer wissenschaftlichen Fortschritts von der Beratung von Firmen über die Forschung und Entwicklung von Produkten zur Serienreife bis hin zur Weiterbildung von Firmenmitarbeitern.

Gerade auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels sei es wichtig, in diesem wichtigen Zukunftsfeld Angebote zur Ausbildung von Facharbeitern anzubieten, die noch nicht mit dem Laser arbeiten, jedoch aufgrund der veränderten Bedarfe ihrer Unternehmen eingesetzt werden sollen. Für die Betriebe bietet sich damit die hervorragende Möglichkeit, ihre Mitarbeiter in Hamburg in der Theorie und praktisch an modernsten Lasermaschinen schulen zu lassen.

Das LZN stellt sich mit Anlagenkonzepten sowie Laserstrahlanwendungen auf der heute beginnenden 13. Fachmesse für Produktionstechnik, der NORTEC, bis 28. Januar in den Hamburger Messeehallen vor.

Außerdem lädt das LZN am Sonnabend, 28. Januar, von 10 Uhr bis 16 Uhr bei einem Tag der Offenen Tür im Schleusengraben 14 in Hamburg-Bergedorf vor.

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

Bild:

TU-Präsident Professor Garabed Antranikian (rechts) sowie LZN-Chef Professor Claus Emmelmann.
Fotos: LZN/Christian Bittcher

Fünf Jahre KINDERFORSCHER an der Hamburger TU

Grundschüler experimentieren im Audimax

Nachwuchsförderung wird an der TU Hamburg-Harburg (TUHH) groß geschrieben. Von klein auf sich den Fragen des Lebens durch Experimente zu nähern, ist ganz offensichtlich ein erfolgreicher Weg, ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs zu generieren. Auf jeden Fall zählt das Projekt KINDERFORSCHER AN DER TUHH nicht nur landes-, sondern auch bundesweit zu den Erfolgsstorys auf diesem Gebiet. Am 18. Januar jährte sich dieses Projekt zum fünften Mal mit der klassischen Abschlussveranstaltung.

500 Kinder, Lehrer und Eltern verfolgten die Show im Audimax I, bei der Grundschüler über ihre Experimente im Klassenzimmer sowie in Laboren der TUHH berichteten und ihre Ergebnisse präsentierten. Als Ehrengast begrüßte TUHH-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Dieter Krause den neuen Bezirksamtsleiter von Hamburg-Harburg, Thomas Völsch. Unter den Gästen war auch Lea Potafke:Die ehemalige Schülerin der Grundschule In der Alten Forst hatte als Drittklässlerin im allerersten KINDERFORSCHER AN DER TUHH-Pilot-Projekt teilgenommen, zwei Jahre später als Fünftklässlerin des Heisenberg- Gymnasium den Kinderforscher-Kursus für weiterführende Schulen besucht und vor Kurzem als Achtklässlerin einen begeisterten Artikel in der Schülerzeitung über das außerordentliche und meist ehrenamtliche Engagement im Projekt  KINDERFORSCHER AN DER TUHH geschrieben.

Die KINDERFORSCHER AN DER TUHH sind eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. 2007 von Professor Andreas Liese und Gesine Liese gegründet, startete das Projekt in Kooperation mit der Schulbehörde mit zunächst 125 Schüler und Schülerinnen. Fünf Jahre später 2012 nahmen jährlich bereits 600 SchülerInnen aus 30 Schulen am dreimonatigen Kursus nach dem regulären Unterricht teil. Insgesamt sind mehr als 1200 Schülerinnen und Schüler von Grundschulen und weiterführenden Schulen der Metropolregion Hamburg in den zurückliegenden fünf Jahren in den Genuss dieser Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts gekommen. Die Nachfrage ist weitaus größer. „Für den Ausbau fehlt uns Personal und Geld“, sagt Gesine Liese, die für ihr außerordentliches Engagement mehrfach ausgezeichnet wurde: 2008 erhielt die gebürtige Deutsche mit amerikanischem Pass den Usable-Preis der Körber-Stiftung und 2011 eine Ehrung durch die Robert Bosch-Stiftung.

Die heutige Abschlussveranstaltung ist fester Bestandteil der dreimonatigen Experimentierkurse, die jeweils im Herbst und Winter abwechselnd an Schulen sowie in der TUHH durchgeführt werden. Unterstützt von der Beratungsstelle besondere Begabungen im Lehrerinstitut Hamburg beteiligten sich im zurückliegenden Jahr am Kursus „Experimentieren & Forscher“ 110 Schüler und zehn Lehrer aus folgenden fünf Hamburger Grundschulen: Edwin-Scharff-Ring, Auf der Uhlenhorst, Joseph-Carlebach, An der Gartenstadt, In der Alten Forst. Außerdem heute dabei sind die Schulen Weusthoffstraße, Scheeßeler Kehre, Am Falkenberg und Kerschensteinerstraße. Sie hatten in den zurückliegenden Jahren einen Kinderforscher-Kursus durchgeführt und setzen seitdem das Experimentieren als Unterrichtsmethode nachhaltig fort. Zu diesem Zweck können Schulen so genannte Experimentierkisten mit Anleitungen und entsprechendem Material für naturwissenschaftliche Experimente ausleihen .

Um 17 Uhr begann bereits der erste Teil der Abschlussveranstaltung, wenn die Gäste eingeladen sind, im Foyer und in den umliegenden Seminarräumen des Audimax I selbst Experimente durchzuführen oder sich diese zeigen zu lassen: Computerteile werden geöffnet, klare Flüssigkeiten analysiert, Sonnenblumenkerne zu Öl gepresst und Hubschrauber modelliert. Die Themenvielfalt entspricht der Bandbreite der Forschungsthemen an der TUHH.

„Es geht darum, die breite Öffentlichkeit von der Alltagsbeobachtung über das Experiment bis zur Forschung heranzuführen“, sagt Gesine Liese. ,Die Mathematik-und Chemielehrerin leitet und organisiert seitdem gemeinsam mit der Verfahrenstechnikingenieurin Julia Husung die KINDERFORSCHER AN DER TUHH, die nördlich und südlich der Elbe Schüler in wachsender Zahl durch das Experimentieren im Klassenzimmer für die Natur-und Ingenieurwissenschaften begeistert. Nicht zuletzt möchten die Lieses mit ihrem TUHH-Projekt Kinder in der Schule bereits auf den Beruf des Forschers aufmerksam machen und sie durch das entdeckende Lernen für die Forschung begeistern. So lernen schon Grundschüler die Vorgehensweise der Forscher: recherchieren, experimentieren, präsentieren.

Drei Typen von Kursen werden zurzeit in den Grundschulen und weiterführenden Schulen der Metropolregion angeboten: „Experimentieren & Forscher“ ist für die Klassen drei bis vier an jeweils fünf Hamburger Grundschulen mit zahlreichen TUHH-Exkursionen. „Experimentieren pur“ wendet sich an die Klassen drei bis sechs mit zwei TUHH-Exkursionen und wird oft vormittags im Wahlpflichtunterricht angeboten. „Lernen durch Lehren“ zielt auf die Klassen fünf bis neun der weiterführenden Schulen. Mentoren sind Schüler höherer Klassen. Ziel aller Angebote ist die Förderung technisch-naturwissenschaftlich interessierter Kinder durch die Methode des entdeckenden Lernens. Die Kinderforscher schaffen im direkten und übertragenen Sinn Räume, damit Kinder in unserer automatisierten und digitalisierten Welt ihren Forschergeist entdecken können. Zudem soll das Interesse der Schüler für den Beruf des Forschers geweckt werden.

In den im folgenden genannten Instituten sind die Kinderforscher einmal im Jahr jeweils für einen Nachmittag herzlich willkommen: Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie, Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz, Optische und Elektronische Materialien, Bioprozess- und Biosystemtechnik, Entwerfen von Schiffen und Schiffsicherheit, Nachrichtentechnik, Hochfrequenztechnik, Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie, Thermische Verfahrenstechnik, Technische Biokatalyse, Produktentwicklung und Konstruktionstechnik, Mikrosystemtechnik, Massivbau, Modellierung und Berechnung sowie im DLR_ School_Lab und in der Bibliothek. „Sie machen alle seit fünf Jahren eine tolle Arbeit“, sagt Projektleiterin Gesine Liese, „dafür möchten wir uns im Namen aller herzlich bedanken.“

Für Fragen der Medien:

TU Hamburg-Harburg
Institut für Technische Biokatalyse
Prof.Dr.AndreasLiese
Tel.:040/42878-3018
E-Mail:Liese@tuhh.de

Kinderforscher an der TUHH
Gesine Liese
Tel.:040/42878-4082
E-Mail:gesine.liese@Kinderforscher.de

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

Bild: Harburgs neuer Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Professor Andreas Liese sowie Gesine Liese.
Foto: TUHH/D. Hagenguth

Migration als Chance: Firmen zeichnen Studierende der TU Hamburg aus

Adam Beck, Eduard Eichner und Lorenz Streckmann sind heute  für den besten Bachelor-Abschluss in ihren jeweiligen Studiengängen an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) ausgezeichnet worden. Stifter der mit jeweils 1000 Euro dotierten Preise sind drei Unternehmen: DOW Deutschland, GEABrewery Systems GmbH sowie zum ersten Mal HAMBURG ENERGIE . Die von Professor Andreas Liese initiierte Preisverleihung fand am 18. Januar 2012 im Rahmen der Vorlesung „Technische Mechanik I“ von Professor Uwe Weltin im Beisein des Studiendekans Professor Stefan Heinrich im Audimax II statt.

Adam Beck wurde als bester Bachelor-Absolvent seines Jahrgangs im Studiengang Bio-Verfahrenstechnik ausgezeichnet. Den Preis überreichte ihm Kristina Böe, Technische Leiterin bei der GEA Brewery Systems GmbH und selbst Absolventin der TUHH im Fach Verfahrenstechnik. Adam Beck, 1988 in Kasachstan geboren, kam mit vier Jahren nach Deutschland, wo er in der Nähe Bielefelds aufwuchs und die Schule besuchte. Sein Migrationshintergrund erlebte er „nie als Beschränkung, obgleich er einräumt, „hin und wieder mehr Leistung erbracht zu haben, um nicht das Klischee, für Migranten sei ein Studium zu schwer, zu bestätigen..“ Inzwischen studiert Beck im Master-Studium Verfahrenstechnik. Sein nächstes Ziel ist ein Auslandssemster, am liebsten an der University of Berkely. Adam Beck ist ein vielseitig interessierter Ingenieurstudent. Er klettert, wandert gern, spielt Basketball  oder entspannt sich  beim Yoga  und interessiert sich gleichermaßen für die Philosophie, Kunst, Soziologie und Psychologie..

Ebenfalls aus Kasachstan stammt Eduard Eichner, der an der TUHH seit 2007 Verfahrenstechnik studiert und für seinen herausragenden Bachelor-Abschluss mit dem Studienpreis von der Firm DOW Deutschland geehrt wurde. Der Preis wurde ihm von Dr. Karl Kraehling, Leiter Instandhaltung und Infrastruktur im Werk Stade, überreicht. Eduard Eichner kam 2004 aus seiner Heimat Kasachstan nach Deutschland, wo er zunächst die deutsche Sprache lernte und dann in Hamburg über das Studienkolleg für ausländische Studierende seine Hochschulreife erwarb. Eichner will Verfahrenstechniker werden und arbeitet parallel zum Studium als Tutor am Institut für Thermische Verfahrenstechnik.

Lorenz Streckmann wird per Skype zur Preisverleihung zugeschaltet. Der 24-jährige Preisträger aus Bad Oldesloe arbeitet zurzeit in Indien im Rahmen eines „Weltwärts Entwicklungshilfedienstes“ bei einer Non-Profit-Organisation, die dezentrale Ver-und Entsorgungsservices anbietet. Streckmann studierte Energie-und Umwelttechnik, und untersuchte in  seiner preisgekrönten Bachelorarbeit  Potenziale zur Steigerung der Effizienz geothermischer Kraftwerke. Der Preis wurde von Volker Malle, Leiter der Produktion bei HAMBURG WASSER, überreicht.   „Das Privileg über eine derartige gute Ausbildung zu verfügen, bringt auch eine Menge an Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und besonders für Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände dieses Privileg nicht haben, mit sich“, schreibt er als Begründung für sein ehrenamtliches Engagement in Bangalore.

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

Bild:

Eduard Eichner, aus Indien dazu geschaltet Lorenz Streckmann, Adam Beck
Foto: TUHH/Jupitz

Was verhilft einer Innovation zum Durchbruch?

Vortrag an der TU Hamburg-Harburg am 17. Januar

Das Auto mit Strom anzutreiben, auf diese Idee waren Ferdinand Porsche und – kurz vor ihm – der Franzose Charles Jeantaud bereits vor mehr als 100 Jahren gekommen. Furore machten damals jedoch nicht deren zukunftsweisende Konstruktionen. Vielmehr trat der Verbrennungsmotor seinen Siegeszug an. Warum eine Erfindung wie das Elektroauto zum damaligen Zeitpunkt trotz technischer Perfektion keine Chance hatte, und andere Innovationen wiederum sich schnell Bahn brechen, damit beschäftigt sich Professor Dr. Michael Hutter. Am Dienstag, 17. Januar, spricht der Wissenschaftler an der TU Hamburg-Harburg darüber, wie kulturelle Faktoren Erfindungen ermöglichen und Innovationen zum Durchbruch verhelfen – oder aber beides verhindern. Der Titel seines um 18 Uhr beginnenden Vortrags im Audimax II: „Kultur und Innovation.“

„Die Verbindung zwischen Technik und Innovation ist gut erforscht“, sagt er, „aber das Neue ist stärker als geglaubt von kulturellen Einflüssen abhängig.“ Ob also eine technische Entwicklung sich Bahn bricht oder nicht, steht und fällt weniger mit der technischen Perfektion als mit den kulturellen und künstlerischen Einflüssen der Gesellschaft auf neue Entwicklungen. Diese waren es auch, die um 1900 dem mit Benzin angetriebenen Automobil grünes Licht gaben und die Ampel bei dem von Ferdinand Porsche entwickelten Mobil mit Hybridantrieb auf Rot stellten.

Hutter ist seit 2008 Direktor der Abteilung „Kulturelle Quellen von Neuheit“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Sein wissenschaftliches Interesse gilt der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Kultur und Innovation. Als Professor an der TU Berlin war der promovierte Ökonom unter anderem maßgeblich an der Entstehung des DFG-Graduiertenkollegs „Innovationsgesellschaft heute“ beteiligt.

Michael Hutters Vortrag erfolgt im Rahmen der Ringvorlesung vom „Nützlichen und Schönen – Begegnungen von Technik und Kunst“ im Wintersemester 2011/12. Zum Abschluss dieser fünfteiligen Reihe am 31. Januar, spricht Hamburgs Kultursenatorin Professor Barbara Kisseler. Ihr Thema: „Stadtentwicklung und Kultur – zusammendenken, was zusammengehört.

Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei.

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

Bild:

Professor Dr. Michael Hutter
Foto: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung